Seezeichensystem CoDeSy MKII für die Donau- mündung am Schwarzen Meer und die 1075 km des Donauverlaufs auf rumänischem Gebiet

Die Administratia Fluviale a Dunarii de Jos (AFDJ) mit Hauptsitz in Galati, Rumänien, hat beschlossen, ein neues Seezeichensystem zu erwerben. Es soll eine zuverlässige und effiziente Steuerung von Seezeichen in der Mündung zum Schwarzen Meer und entlang des 1075 km langen Donauverlaufs durch rumänisches Gebiet implementieren. Dies wird durch Verwendung moderner Technologien erreicht, mit denen bei Bedarf umgehend Störungen, Schäden, Verschiebungen und das Verschwinden von Objekten gemeldet werden können und eine schnelle Reaktion möglich ist.

Am 14. Februar 2007 hat das IALA-Mitglied Pintsch Bamag den Vertrag für den Entwurf sowie die Herstellung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme von 236 Aufsätzen unterzeichnet. Diese umfassen Radarreflektoren und mit Solarenergie betriebene LED-Laternen, von denen 61 mit Fernüberwach- ungssystem ausgestattet sind und auf bereits vorhandenen Bojen installiert werden sollen. Darüber hinaus sollen 118 Leuchtfeuer, darunter Radarreflektoren sowie mit Solarenergie betriebene LED-Laternen (alle mit Fernüberwachungssystem ausgestattet), entlang des 1075 km langen Donauverlaufs auf rumänischem Gebiet und an dessen Grenze auf bereits vorhandenen Plattformen an Land installiert werden.

Zusätzlich umfasst das Projekt die Installation von fünf Zentralstationen zur Fernüberwachung in Sulina, Galati, Calarasi, Giurgiu und Turnu Severin. Jede Zentral- station wird die Seezeichen in ihrem Gebiet überwachen und steuern. Der Hauptstand- ort für das Informations- system wird sich in Galati befinden; dorthin werden sämtliche Informationen aus anderen Gebieten geleitet. Die Nachrichtenverbindung zwischen dem Überwachungscomputer in der Zentralstation und den mit der CoDeSy MK II RTU ausgestatteten Seezeichen erfolgt mit einer Datenüber- tragung per UKW-Funk. Alle fernüberwachten Bojen sind mit GPS und Beschleunigungs- sensoren ausgestattet. So können mit dem System nicht nur der Laternen- status und die Stromversorgung auf der Boje überwacht, sondern auch Kollisionen erkannt und gemeldet werden, wenn sie sich in Aus-Stellung befindet.
Das Projekt wurde im Laufe des Monats Juni 2008 abgeschlossen, die Endabnahme erfolgte im Juni 2009.



pintschbamag.de
top