BUEP

Einsatz

Mit der BUEP-Technik wird ein großer Teil der Anwendungsfälle im Bereich der Bahnübergangs-sicherungstechnik abgedeckt. Die BUEP ist aufgrund Ihrer großen Flexibilität sehr beliebt bei Privat-, Werks- und Hafenbahnen. Infolge eines modularen Aufbaus der Funktionseinheiten und dem Einsatz von bewährten Komponenten aus der EBUET-Technik kann die BUEP beliebig erweitert werden. Die BUEP ist als Hp und ÜS-Anlage einsetzbar.

Aufbau

Das Konzept der BUEP basiert auf einem Steuerrechner und einem Relaisteil, welchem die Sicherheitsverantwortung obliegt. Der Rechnerteil ist in einem Baugruppenträger mit Europakartenformat untergebracht. Die Relais befinden sich in standardisierten Gruppen, wie sie zum Teil auch schon bei der EBUET eingesetzt wurden. Eine unterbrechungsfreie Spannungsversorgung der BUEP ist durch den Batterieladegleichrichter GMC-E sichergestellt. Die Versorgung mit 230VAC erfolgt aus dem öffentlichen Energieversorgungsnetz.

Eigenschaften

In der Grundausführung ist es mit der BUEP möglich, Bahnübergänge mit einem Gleis in der Überwachungsart ÜS zu sichern. Hierbei können bis zu sechs Straßensignale angeschlossen werden. Die BUEP wurde entwickelt, um alle Anwendungsfälle bei deutschen Privatbahnen erfüllen zu können. Daher können alle Vorschriften der BUEV-NE umgesetzt werden, wodurch ein optimaler Verkehrsfluss auf Straße und Schiene sichergestellt wird.

In einer Ausbauvariante kann ein zweites Gleis angeschlossen werden. Die Steuereinrichtung der BUEP kann modular zum Anschluss von bis zu 30 Straßensignalen und 10 Schrankenantrieben erweitert werden. Des weiteren ist es möglich eine Fußgängerakustik anzuschließen. Die Ein- und Ausschaltung einer BUEP-Anlage kann mit Induktions-schleifen, Gleisstromkreisen, Kontakten, Handschaltmitteln oder Stellwerksinformationen realisiert werden. Die Software des Steuerrechners kann schnell und einfach modifiziert werden, so dass Konfigurations-änderungen des Bahnüberganges auch im ausgelieferten Zustand noch problemlos möglich sind.

Diagnose

Die BUEP ist mit einem Stördatenspeicher und einem Ablaufdatenspeicher ausgestattet. Der Ablaufdatenspeicher speichert die detaillierten Daten von ca. 25 Zugfahrten. Der Stördatenspeicher zeichnet die Schlüsselinformationen von ca. 90 Zugfahrten auf. Die gespeicherten Daten können entweder lokal über eine serielle Schnittstelle oder durch Ferndiagnose mittels Modem ausgelesen werden. Mit der für RBUET und BUEP standardisierten Diagnosesoftware von PINTSCH BAMAG kann der Status der BÜSA überwacht werden.

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