Fahrzeugsensor FSP

Einsatz

Die Induktionsschleife FSP (Fahrzeug-Sensor PINTSCH) wird zur Zugerkennung eingesetzt. Der Bahnübergang wird mittels FSP zeitgerecht automatisch ein- und wieder ausgeschaltet. Jede Schleife wird separat an die Auswerteeinheit Ein-Schleifen-Detektor (ESD) angeschlossen. Die ESD erkennt die Belegung und Freifahrt des Sensors, verarbeitet die Signale und leitet die Informationen an die Bahnübergangssicherungsanlage weiter.

Funktionsprinzip

Die im Gleis installierte Induktionsschleife ist Bestandteil eines frei schwingenden Oszillators. Der Schwingkreis wird bedämpft, sobald ein Schienenfahrzeug die Schleife befährt. Die daraus resultierende Frequenzerhöhung wird durch den Detektor erkannt und führt zu einer Belegung der Schleife.

Aufbau

Die Induktionsschleife wird in Form einer großen Acht im Gleis auf einer Länge von 2 x 5 Schwellenfächern montiert. Die Kabel der Schleifen werden in Schutzrohren am Schienenfuß befestigt. Somit sind die Induktionsschleifen im Gleis vor Beschädigungen bei Gleisbauarbeiten wie z.B. durch Stopfmaschinen geschützt.  Für die Verbindung der Ein- und der Ausschaltstellen zum BÜ ist kein sternviererverseiltes Kabel erforderlich.

Einschaltung

Die Belegung der Schleife durch ein Fahrzeug kann mit einem einzelnen Sensor sicher erkannt werden. Mit Hilfe einer zweiten oder je nach Anwendung einer dritten Schleife kann zusätzlich die Fahrtrichtung eines an- oder  abrückenden Zuges erkannt bzw. sicher ermittelt werden. Ein kontinuierlicher Selbsttest des Fahrzeugsensors ermöglicht uneingeschränkte Einsatzmöglichkeiten, auch wenn ein Fahrzeug auf der Ein- oder Ausschaltstelle zum Stehen kommt, der Zug sich dehnt oder ein Fahrzeug auf der Einschaltstelle die Fahrtrichtung ändert.

Die Baugruppe ESD ist in einem Signalkabelverteiler in unmittelbarer Nähe der Schleife untergebracht. Eine Einschaltstelle mit einer einzelnen Schleife kann mit einem dreiadrigen Kabel an die Schaltanlage angeschlossen werden. Für eine Einschaltstelle mit zwei (drei) Schleifen ist ein 4-(5-)adriges Kabel ausreichend. Die maximale Stellentfernung beträgt 2,5 km.

Ausschaltung

Die Ausschaltung des Bahnübergangs wird mit einer Schleife jeweils rechts und links des BÜ zuverlässig erkannt. Dabei werden keine weiteren Elemente wie z.B. isolierte Schiene oder Schienenkontakte benötigt. Wie beim Einsatz als Einschaltschleife wird auch die Verfügbarkeit der Ausschaltschleifen kontinuierlich überwacht. Der Bahnübergang wird ausgeschaltet, wenn während der Zugfahrt beide Fahrzeugsensoren belegt und wieder freigefahren wurden. Die Baugruppe ESD ist dabei analog zur Anwendung als Einschaltstelle im Signalkabelverteiler unmittelbar an den Ausschaltschleifen eingebaut. Bei Bedarf kann die Auswerteeinheit auch im Schalthaus untergebracht werden.

Technische Daten

Spannungsversorgung

18V-36V DC

Stromaufnahme

ca. 60mA (18V)

ca. 35mA (36V)

Spannung Oszillator

4,5-6,3Veff

Frequenz Oszillator

22kHz / 35kHz

Schaltwellen

EIN: +5,0‰ /-5,0‰

AUS: (EP) +2.6‰ /-2.6‰

AUS: (AP)+3.4‰ /-3.4‰

Temperatur

-25°C bis +75°C

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