Testeinrichtung Lichtlabor

Allgemeines

Die Beschäftigung mit dem Licht zieht sich durch die gesamte Firmengeschichte. Waren es am Anfang noch gasbetriebene Seezeichen und Waggonbeleuchtung, später elektrische Waggonbeleuchtung, Leuchttürme, Flakscheinwerfer, Zugschlusssignale, Spitzensignale für Schienenfahrzeuge, Ampelanlagen, Rundumkennleuchten, komplette Warnanlagen, Vorsignale und Schleusensignale.

Mittlerweile halten Leuchtdioden verschiedenster Art Einzug in die Produkte. Selbst Leuchtstofflampen und Glühlampen wurden bei Pintsch gefertigt. Um Leuchten entwickeln und prüfen zu können, die internationalen Vorschriften entsprechen müssen, benötigt man das Lichtlabor, in dem alle relevanten Parameter von Leuchtmitteln und Leuchten gemessen werden können.

Beschreibung des Lichtlabors
Analyse-Computer
Goniophotometer

Um Leuchten entwickeln und prüfen zu können, die internationalen Vorschriften entsprechen müssen, verfügt PINTSCH BAMAG über ein hochmodernes Lichtlabor, in dem alle relevanten Parameter von Leuchtmitteln und Leuchten gemessen werden können. Das Lichtlabor der PINTSCH BAMAG GmbH ist vom deutschen Akkreditierungsrat (DAR) für die Durchführung lichttechnischer Messungen akkreditiert worden.

Kugelphotometer

Die nächste Frage ist die Frage wie viel "Licht" ein Leuchtmittel abgibt. Der sogenannte
Lichtstrom kann mit einem Kugelphotometer nach Ulbricht gemessen werden. Dazu wird ein Leuchtmittel mit bekanntem Lichtstrom in das Kugelphotometer gehängt und die Beleuchtungsstärke hinter einem Abschatter, der verhindert, das Licht direkt vom Leuchtmittel auf den Sensor fallen kann, gemessen. Dann wird das zu untersuchende Leuchtmittel an der gleichen Position befestigt und betrieben. Aus der nun gemessenen Beleuchtungsstärke und den Werten der vorherigen Messung kann der Lichtstrom einer Lampe gemessen werden. Andere Messungen die mit einem Kugelphotometer gemacht werden können sind Wirkungsgradmessungen von Reflektoren, Farbmessungen und Transmissionsgradmessungen.

Im Pintsch Bamag Lichtlabor sind drei Kugelphotometer nach Ulbricht vorhanden.
Um Beleuchtungsstärken z. B. in Schienenfahrzeugen zu messen, sind die Beleuchtungsstärkemessgeräte der Photometer zu unhandlich. Daher verfügt das Lichtlabor auch über ein Handluxmeter.
Besonders bei Signalen spielt die Phantomlichtunterdrückung eine große Rolle. Die Signale müssen so konstruiert sein, dass das Licht, das von der tief stehenden Sonne auf das Signal leuchtet möglichst nicht aus dem Signal austritt und somit dem Betrachter vortäuscht, das Signal wäre eingeschaltet. Für die dazu erforderlichen Messungen wird ein Leuchtdichtemessgerät benötigt. Um eine definierte Beleuchtungsstärke, z.B. zum Einstellen von Dämmerungsschaltern etc., erzeugen zu können, wird ein Beleuchtungsstärkenormal benötigt.

Vorhandene Messinstrumente
  • Automatisches Photogoniometer Typ LMT GO 1300H
  • Manuelles Photogoniometer Fab. Döbele
  • 2 Luxmeter Fab. LMT
  • 1 Leuchtdichtemessgerät Fab. Topcon
  • 1 Farbmessgerät LMT Colormeter C1210
  • 1 Spektrometer Instrument Systems CAS 140B
  • 1 Blitzmessgerät LMT SF 105
  • 1 Kugelphotometer nach Ulbricht 2 m Durchmesser Fab. Schmidt Haensch
  • 1 Kugelphotometer nach Ulbricht mit Einkoppeloptik für das Spektrometer
  • 1 Kugelphotometer nach Ulbricht Durchmesser 120 mm
  • 1 Beleuchtungsstärkenormal "Normlicht A"
  • 1 portables Luxmeter
  • Messentfernungen: 5, 10, 15, 20, 25 m

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